UAV Navigation beteiligt sich an der Entwicklung eines Navigationssystems für unbemannte Luftfahrzeuge, das Signale von Kommunikationssatelliten in niedriger Erdumlaufbahn (LEO) als Alternative nutzen soll, wenn globale Satellitennavigationssysteme (GNSS), darunter GPS, beeinträchtigt, blockiert, gestört oder manipuliert sind.
Die Forschung ist Teil des von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) finanzierten Programms Navisp Element 2. Das Konsortium wird von Inster–Grupo Oesía angeführt und umfasst UAV Navigation, das Centre Tecnològic de Telecomunicacions de Catalunya (CTTC) sowie Sicwave.
Kommunikationssignale zur Positionsbestimmung
Das System wird nicht-kooperative Signale nutzen, also Aussendungen, die nicht für Positionsbestimmungs- oder Navigationsdienste konzipiert wurden. In diesem Fall stammen sie von LEO-Konstellationen, insbesondere im Ka-Band, und sollen Positions-, Navigations- und Zeitdaten liefern, die traditionelle Quellen ergänzen.
UAV Navigation wird diese Daten in seinen Autopiloten für Drohnen integrieren. Nach dem Projektansatz sollen die Algorithmen die aus den LEO-Signalen gewonnenen Informationen mit Trägheitsmessungen, Luftdaten, GNSS-Daten, sofern verfügbar, sowie visueller Navigation kombinieren. Das erklärte Ziel besteht darin, in Szenarien ohne verlässlichen Zugang zu GNSS eine Schätzung der Position und des Zustands des Luftfahrzeugs aufrechtzuerhalten.
Das Projekt wird zudem die Ermittlung von Positionsschätzungen mithilfe elektronisch ausrichtbarer Mehrstrahlantennen und deren Einbindung in den Navigationsfilter der Drohne untersuchen. Die Projektträger gehen davon aus, dass die hohe Richtwirkung dieser Antennen im Vergleich zu omnidirektionalen GNSS-Antennen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen und Signalsimulationen erhöhen kann.
Die Lösung richtet sich an unbemannte Luftfahrtsysteme, die außerhalb der Sichtweite oder in umkämpften Lufträumen operieren, mit möglichen Anwendungen in Verteidigung, Sicherheit, Nachrichtengewinnung, Überwachung und Aufklärung. Das Konsortium plant, den Ansatz in einer repräsentativen Flugumgebung zu validieren, wobei die verfügbaren Informationen keinen Zeitplan für die Tests nennen.










