Das Aragonesische Entwicklungsinstitut (IAF), die öffentliche Agentur für wirtschaftliche Entwicklung der Regierung von Aragón, hat eine Bilanz über ihren kürzlichen umfassenden Transformationsprozess gezogen. Laut den offiziellen Daten, die von der Behörde veröffentlicht wurden, hat das ab 2024 umgesetzte neue Managementmodell, das darauf abzielt, die Verwaltung näher an den privaten Sektor zu bringen, mehr als 4.000 Unternehmen im gesamten autonomen Gebiet unterstützt.
Dieses institutionelle Redesign, das als ‘Neues IAF’ bezeichnet wird, hat sich darauf konzentriert, die Kommunikationskanäle mit den aragonesischen KMU zu optimieren, um einen spürbaren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der Region zu generieren.
Kapitalzufuhr und Strukturierung des Territoriums
Der zentrale Schwerpunkt dieser neuen Phase war die finanzielle Unterstützung. Die Einrichtung hat 49,5 Millionen Euro in direkten Hilfen bereitgestellt, von denen 345 Unternehmen profitiert haben. Diese öffentliche Kapitalzufuhr hat als Katalysator fungiert und ermöglicht, ein Gesamtinvestitionsvolumen von 138,8 Millionen Euro zu mobilisieren, welches hauptsächlich für Innovations-, Digitalisierungs- und industrielle Entwicklungsprojekte bestimmt ist.
Um sicherzustellen, dass diese Mittel nicht nur in der Hauptstadt konzentriert werden, hat die Einrichtung den Plan «IAF Conecta» gestartet. Diese Strategie zur territorialen Vernetzung hat sich in der Durchführung von 13 Veranstaltungen in verschiedenen Landkreisen niedergeschlagen, bei denen mehr als 600 Teilnehmer zusammenkamen. Als Ergebnis dieser Feldarbeit wurden über 500 Unternehmensanfragen bearbeitet, 186 Projekte in der Entwicklungsphase beraten und 65 neue Unternehmen von Grund auf unterstützt.
Einsatz für die digitale Wirtschaft und aufstrebende Sektoren
Die technologische Modernisierung der aragonesischen Unternehmenslandschaft stellt eine weitere der großen Handlungsfelder dar. Durch das Programm Aragón Tech Pyme haben 210 Unternehmen Fortschritte in ihrer digitalen Transformation erzielt, gestützt auf einen Katalog von mehr als 200 technologischen Lösungen und fast 500 Schulungsressourcen in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).
Darüber hinaus wurde das Innovationsökosystem durch die Gründung von 20 Startups (technologiebasierte Unternehmen) und die Beschleunigung von 125 Projekten mit hohem Mehrwert gestärkt. Zu dieser Arbeit kommt der Einfluss des EDIH Aragón (European Digital Innovation Hub) hinzu, der die Integration fortschrittlicher Technologien in etwa 100 lokale KMU erleichtert hat.
Aragón als strategischer Standort für die Verteidigungsindustrie
Aus einer makroökonomischen und industriellen Perspektive ist das rasante Wachstum des HUB von Defensa Aragón hervorzuheben. Dieses strategische Cluster vereint bereits 150 Unternehmen und Einrichtungen aus dem Sektor und integriert 110 KMU und Startups in Spezialisierungsprogramme. Die Initiative zielt darauf ab, die autonome Gemeinschaft als einen wichtigen logistischen und technologischen Knotenpunkt für die europäische Militär- und Sicherheitsindustrie zu positionieren und zudem die Teilnahme von mehr als 250 Fachleuten an Handelsmissionen und internationalen Messen zu ermöglichen.
Um dieses Wachstum zu unterstützen, hat das IAF die Kapitalinvestitionen mit der Entwicklung von Humankapital ergänzt. Mehr als 15.000 Personen haben an ihren Schulungsprogrammen in digitalen Kompetenzen und Unternehmertum teilgenommen, eine Maßnahme, die darauf abzielt, der aragonesischen Wirtschaft die notwendige qualifizierte Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, um die technologische und industrielle Transformation der kommenden Jahre zu bewältigen.










