Die Regierung genehmigt 104,3 Millionen für IRIS-T-Raketen

Der Ministerrat hat den Abschluss eines Vertrags zur Beschaffung von IRIS-T-Kurzstrecken-Luft-Luft-Raketen mit einem geschätzten Volumen von 104,3 Millionen Euro genehmigt. Die Bewaffnung ist für die Jagdbomber EF-18 und Eurofighter des spanischen Luft- und Weltraumheeres bestimmt.

Mit der Maßnahme sollen die Bestände dieses Waffensystems erneuert und aufrechterhalten werden. Der Ministerrat stuft den IRIS-T-Bestand als strategische Priorität ein, die mit der Einsatzbereitschaft der Kampfeinheiten und der operativen Fähigkeit der spanischen Militärluftfahrt verbunden ist.

Die IRIS-T ist in die EF-18M der Luftwaffenstützpunkte Torrejón und Zaragoza sowie in die Eurofighter integriert. Die Zielzuweisung kann über das Flugzeugradar oder über den Helm des Piloten erfolgen.

Ein Programm mit spanischer Beteiligung

Die vom deutschen Unternehmen Diehl entwickelte Rakete nutzt eine Infrarot-Bildlenkung und ist für den Einsatz gegen hochmanövrierfähige Ziele ausgelegt, darunter Kampfflugzeuge, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge. Sie wiegt 87,4 Kilogramm und arbeitet nach dem Prinzip „Fire and Forget“.

Spanien genehmigte 2009 den Kauf von 770 Einheiten für knapp 250 Millionen Euro, um die AIM-9L Sidewinder zu ersetzen. Das spanische Unternehmen Sener beteiligt sich an dem Programm und ist für die Aktuatoren des Flugsteuerungssystems sowie für die Raketenflügel verantwortlich. Das Projekt wird von Deutschland geführt; zudem sind Spanien, Italien, Griechenland, Schweden und Norwegen beteiligt.

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