CITA nimmt an europäischer Seminare über die Zukunft von Tierhaltungssystemen teil
Das Forschungs- und Technologiezentrum für Agrar- und Ernährungswirtschaft von Aragonien (CITA) war an der Organisation des 15. Seminars der Animal Task Force (ATF), das in Brüssel stattfand, beteiligt. Die Veranstaltung mit dem Titel «Tierhaltungsproduktionssysteme für die nächste Generation: Können wir die Zukunft vorstellen?» brachte Wissenschaftler, Vertreter europäischer Institutionen, Vertreter des Sektors und Studierende zusammen, um über die Herausforderungen und Chancen der europäischen Tierhaltungssysteme zu diskutieren.
Isabel Casasús, Forscherin im Bereich Tierwissenschaften am CITA, nahm als Vizepräsidentin der ATF an dem Seminar teil, einer öffentlich-privaten europäischen Plattform, die Forscher, Produzenten, Industrie und andere Akteure der Tierhaltungsbranche vereint. An dem Seminar nahmen etwa einhundert Personen vor Ort teil, und es gab auch die Möglichkeit zur Online-Teilnahme.
Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Anpassung des Tierhaltungssektors an den ökologischen Wandel, neue gesellschaftliche Anforderungen und den Druck auf natürliche Ressourcen. Die grundlegende Rolle der Tierhaltung für die Ernährungssicherheit und die Chancen, die mit technologischem Fortschritt und flexiblen Anpassungen an Szenarien des Klimawandels verbunden sind, wurden hervorgehoben. Elisabeth Werner, Generaldirektorin für Landwirtschaft der Europäischen Kommission, betonte die Notwendigkeit simultaner Ansätze von Agroökologie und nachhaltiger Intensivierung. Zudem wurden die Prioritäten des globalen Aktionsplans der FAO für die Tierhaltung präsentiert, die sich auf Ernährungssicherheit, öffentliche und Tiergesundheit, Nachhaltigkeit der natürlichen Ressourcen und den Schutz der biologischen Vielfalt konzentrieren.
Isabel Casasús skizzierte Übergangsstrategien zu einer nachhaltigen Tierhaltung und setzte Schwerpunkte auf Effizienz im Ressourcengebrauch, Kreislauffähigkeit in Produktionssystemen und Vielfalt der Modelle, die an territoriale Gegebenheiten angepasst sind. Das Seminar integrierte die Perspektive junger Menschen im ländlichen Raum und Studierender, die über den Generationenwechsel, die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, die gesellschaftliche Wahrnehmung landwirtschaftlicher Berufe sowie die Integration von Innovation und Ethik in das Design von Produktionssystemen reflektierten.
Das Seminar endete mit dem Konsens, dass die Tierhaltung auch in Zukunft eine wesentliche Rolle in nachhaltigen Ernährungsweisen spielen wird, sofern sie sich weiterentwickelt in Richtung Modelle, die auf kontinuierlicher Verbesserung, Kreislauffähigkeit und Effizienz basieren und komplementär zur pflanzlichen Produktion arbeiten, wobei die Perspektiven des Sektors und der Gesellschaft integriert werden.










