Sasha Rubel (AWS): „Was in Zaragoza und Aragonien passiert, ist beispielhaft und lehrreich für den Rest Europas“

Die Direktorin für öffentliche Politik im Bereich generative KI in EMEA von Amazon Web Services (AWS), Sasha Rubel, hat einen der herausragendsten Beiträge des zweiten Kongresstags von The Wave 2026 geleistet. In ihrem Vortrag im Kongresspalast von Saragossa lobte die Verantwortliche das aragonische Modell der technologischen Transformation und stellte es als Vorbild für die gesamte Europäische Union vor.

„Ich freue mich, heute in Saragossa zu sein, denn ich denke, dass das, was hier und in Aragonien geschieht, beispielhaft ist und eine Lerneinheit für den Rest Europas darstellt. Von Aragonien in die Welt“, erklärte Rubel entschlossen.

Europa in einem „entscheidenden Moment“ der KI

Während ihres Vortrags positionierte Rubel Europa an einem Wendepunkt in Bezug auf generative künstliche Intelligenz. Sie präsentierte aktualisierte Daten über deren Einführung:

  • Im Jahr 2024 hatten 33% der europäischen Unternehmen KI übernommen.
  • Im Jahr 2025 stieg die Zahl auf 42%.
  • Im Jahr 2026 erreicht sie bereits 54%.

Darüber hinaus hat das Wissen über KI unter den europäischen Bürgern in nur zwei Jahren von 50% auf 80% zugenommen, während die tägliche Nutzung von 20% auf 36% gestiegen ist.

„Die Geschwindigkeit der Entwicklung der KI beschleunigt sich, die Innovation schreitet sehr schnell voran, und die Einführung muss Schritt halten“, warnte die Verantwortliche von AWS.

Das große ungenutzte wirtschaftliche Potenzial

Rubel betonte den enormen wirtschaftlichen Wert, den eine umfassende Einführung der generativen KI darstellen würde: Sie könnte bis 2030 mehr als 600 Milliarden Dollar (mehr als 600 Milliarden Euro) an Bruttowertschöpfung für die Europäische Union generieren, eine Summe, die dem Gesamtwert der europäischen Bauindustrie entspricht.

Sie nannte als Beispiel den Fall von Cruz Roja Española, die KI einsetzt, um Einsamkeit bei älteren Menschen zu bekämpfen und bereits mehr als 180.000 ältere Erwachsene unterstützt hat.

Die wichtigsten Herausforderungen: Talent, Regulierung und Denkweise

Die Direktorin identifizierte mehrere Schlüsselbremsen für eine schnellere Einführung:

  • Mangel an digitalen Kompetenzen: 51% der Unternehmen erkennen, dass sie nicht über die notwendigen Profile verfügen, und benötigen im Durchschnitt sieben Monate, um diese einzustellen.
  • Zersplitterte Regulierung: Sie forderte einen echten einheitlichen Markt für KI, der die 27 nationalen Regulierungsrahmen durch einen harmonisierten Rahmen ersetzt, der Sicherheit, Innovation und Verantwortung ausbalanciert.
  • Rolle des öffentlichen Sektors: Sie betonte, dass die Verwaltungen die Einführung von KI leiten sollten, um Vertrauen bei den Bürgern zu schaffen.

Rubel wies darauf hin, dass Unternehmen und die Gesellschaft technische Fähigkeiten mit menschlichen Kompetenzen wie kritischem Denken, Kreativität, Empathie und Problemlösungsfähigkeiten in Verbindung mit KI kombinieren müssen. „Nicht jeder wird ein KI-Programmierer sein, aber jeder wird mit ihr interagieren“, merkte sie an.

Aragonien, ein europäisches Modell

Der Beitrag von Sasha Rubel stärkt die Positionierung von Saragossa und Aragonien als Referenzstandort im Süden Europas im Bereich künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Ihr Lob für das aragonische Ökosystem fällt zusammen mit der starken Präsenz von AWS in der Region und dem Rekordniveau der Teilnehmerzahl von The Wave, die in dieser Ausgabe mehr als 20.000 registrierte Teilnehmer überschreitet.

Der Tag am Donnerstag, dem 16. April, wird sich besonders auf die junge Zielgruppe konzentrieren, mit dem Ziel, technologisches Interesse zu wecken und das lokale Talent als Motor der Zukunft zu festigen.

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