Zaragoza unterzeichnet Vertrag mit EFD Studios für die Verwaltung der Studios in Distrito 7

Die Stadtverwaltung von Zaragoza und EFD Studios haben am Donnerstag den Vertrag unterzeichnet, mit dem das internationale Unternehmen mexikanischen Ursprungs die Bewirtschaftung der Studios von Distrito 7 übernimmt. Die Vereinbarung ist ein weiterer Schritt zur Inbetriebnahme des audiovisuellen Komplexes, der auf dem Gelände der ehemaligen Giesa-Fabrik entsteht und Dreharbeiten, Investitionen und unternehmerische Aktivitäten in die Stadt ziehen soll.

Der Vertrag sieht vor, dass EFD Studios eine Million Euro in die Studios investiert, eine Konzessionsgebühr von 8,5 Millionen Euro zahlt und eine Bürgschaft von mehr als 300.000 Euro hinterlegt hat. Das Unternehmen übernimmt damit den Betrieb eines der zentralen Elemente von Distrito 7, einem Projekt, in das die Stadtverwaltung 20 Millionen Euro investiert.

Die Bürgermeisterin von Zaragoza, Natalia Chueca, und die CEO von EFD Studios, Georgina Terán, haben die Vereinbarung unterzeichnet und die Schaffung wirtschaftlicher Aktivität und beruflicher Chancen als wesentliche Ziele dieser neuen Phase benannt.

„Wir wollen, dass diese Einrichtungen funktionieren, Investitionen anziehen und unseren Fachkräften ermöglichen, hier zu arbeiten und ihre berufliche Laufbahn weiterzuentwickeln“, erklärte Chueca.

EFD Studios verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung und ist von Spanien, Mexiko und Kolumbien aus in verschiedenen Bereichen tätig, die mit Produktion, Technologie und audiovisuellen Dienstleistungen verbunden sind. Für das Unternehmen bedeutet der Einstieg in Zaragoza ein langfristiges Projekt, das über den Betrieb der Einrichtungen hinausgeht.

„Für EFD Studios bedeutet die heutige Unterzeichnung weit mehr als die Übernahme der Leitung von Studios. Sie ist ein langfristiges Bekenntnis zu Zaragoza und zur audiovisuellen Industrie Aragoniens“, sagte Terán, die zugleich das erste Ziel des Unternehmens formulierte: „Diese Studios in Betrieb zu nehmen, Produktionen anzuziehen und Aktivität zu schaffen.“

Mehr Dreharbeiten und Chancen für Unternehmen aus Aragonien

Die Strategie zielt darauf ab, Koproduktionen, spanischsprachige Dreharbeiten und internationale Produktionen anzuziehen, die in Spanien arbeiten möchten. Diese Aktivitäten wollen die Stadtverwaltung und EFD mit den Fachkräften, Produktionsfirmen und Zulieferern verknüpfen, die bereits in Zaragoza und im übrigen Aragonien tätig sind.

Terán betonte diesen Aspekt ausdrücklich. „Wir kommen nicht, um die Produktionsfirmen, Techniker oder Zulieferer zu ersetzen, die bereits hier arbeiten. Im Gegenteil. Wir möchten, dass mehr Produktionen für Zaragoza auch mehr Chancen für sie bedeuten.“

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Dreharbeiten beschränken sich zudem nicht auf die unmittelbar im audiovisuellen Bereich Beschäftigten. Transport, Hotels, Gastronomie, Kostüme, Kulissenbau und weitere Dienstleistungen gehören zu den Aktivitäten, die eine Produktion begleiten.

Deshalb ist die EFD-Verantwortliche der Ansicht, dass die Ergebnisse von Distrito 7 über die Auslastung der Studios hinaus bewertet werden müssen. „Für uns kann der Erfolg von Distrito 7 nicht allein an der Zahl der Belegungstage der Studios gemessen werden“, erklärte sie. „Er muss auch an den Aktivitäten gemessen werden, die wir in ihrem Umfeld schaffen, an den Chancen, die wir eröffnen, und an unserer Fähigkeit, Zaragoza mit neuen Produktionen, neuen Märkten und der audiovisuellen Zukunft zu verbinden.“

Die Bindung in Aragonien ausgebildeter Fachkräfte sowie die mögliche Rückkehr jener, die ihre berufliche Laufbahn derzeit außerhalb der Region verfolgen, gehören ebenfalls zu den von der Stadtverwaltung formulierten Zielen.

„Wir müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ein Verbleib in Zaragoza eine reale Option ist. Und dass diejenigen, die weggegangen sind, eine Rückkehr in Erwägung ziehen können“, erklärte Chueca.

Produktion, Technologie und Ausbildung

Die Pläne für die Studios umfassen auch Bereiche, die innerhalb der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnen, darunter virtuelle Produktion, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und neue audiovisuelle Formate. Ziel ist es, diese Kompetenzen mit den internationalen Netzwerken zu verbinden, in denen EFD Studios bereits tätig ist.

Die Studios sind Teil eines umfassenderen Projekts. Distrito 7 wird audiovisuelle Produktion, Ausbildung, Unternehmertum, Unternehmen und Kultur auf dem Gelände der ehemaligen Giesa-Fabrik zwischen den Stadtvierteln San José und Las Fuentes zusammenführen.

Der Komplex wird kommunal verwaltet und den neuen Sitz der Filmoteca de Zaragoza umfassen. Die Stadtverwaltung arbeitet zudem an der Entwicklung der Bereiche für Ausbildung und Unternehmen, während der Bereich Unternehmertum über Zaragoza Activa organisiert wird. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Branchenfachleuten und neuen Unternehmensprojekten zu fördern.

Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt nun die Phase, in der die Studios in konkrete audiovisuelle Aktivitäten überführt werden müssen. „Heute unterzeichnen wir einen Vertrag, aber vor allem übernehmen wir Verantwortung“, fasste Georgina Terán zusammen. „Infrastruktur in Aktivität verwandeln. Aktivität in Chancen. Und Chancen in Zukunft.“

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