Shyam Metalics & Energy hat mit der Regierung von Maharashtra eine Absichtserklärung zur Entwicklung eines integrierten Stahlwerkskomplexes in Chandrapur unterzeichnet. Die geplante Anlage soll über eine Jahreskapazität von neun Millionen Tonnen verfügen und würde eine vorgesehene Investition von ₹50.000 Crore erfordern, wie das Unternehmen in einer von Business Standard aufgegriffenen Börsenmitteilung mitteilte.
Das Abkommen wurde in Mumbai von P. Anbalagan, dem Principal Secretary für Industrie, Investitionen und Dienstleistungen der Landesregierung, sowie Brij Bhushan Agarwal, Chairman und Geschäftsführer von Shyam Metalics, unterzeichnet. Die Unterzeichnung der Absichtserklärung bedeutet nicht, dass die Investition bereits umgesetzt wurde: Das Projekt befindet sich weiterhin in der Planungsphase, und das Unternehmen beabsichtigt, im Geschäftsjahr 2026/2027 die erforderlichen Genehmigungen, Registrierungen, Zulassungen und Erlaubnisse zu beantragen.
Entwicklung in zwei Phasen
Der Neubaukomplex ist in zwei Phasen geplant. Die erste soll eine Kapazität von 3,75 Millionen Tonnen Fertigstahl pro Jahr umfassen, die zweite weitere 5,25 Millionen Tonnen hinzufügen. Nach Angaben des Unternehmens soll das Werk die gesamte Produktionskette abdecken – von Pelletierung, Sinterung und Kokserzeugung über die Eisenproduktion, Stahlerzeugung und das Gießen bis hin zu Walzen und Endbearbeitung.
Shyam Metalics begründet die Wahl Chandrapurs mit der Nähe zu den Eisenerzvorkommen in Gadchiroli, den Kohlevorkommen des Bergbaureviers Chandrapur sowie der Verfügbarkeit von Kalkstein und Dolomit. Das Unternehmen nannte zudem die Schienen- und Straßenanbindung sowie die Energieverfügbarkeit als wesentliche Faktoren.
Prognosen zu Beschäftigung und Kapazität
Das Unternehmen schätzt, dass das Projekt rund 10.000 direkte und 20.000 indirekte Arbeitsplätze schaffen könnte. Zudem könnte es nach Angaben des Unternehmens die Nachfrage lokaler kleiner und mittlerer Unternehmen, von Fertigungs- und Ingenieurbetrieben sowie von Transport- und Logistikdienstleistern stärken. Bei diesen Zahlen handelt es sich um Unternehmensprognosen im Zusammenhang mit einem Vorhaben, das noch die Genehmigungsphase durchlaufen muss.
Nach den von Shyam Metalics veröffentlichten Informationen verfügt der Konzern derzeit entlang der gesamten Stahlwertschöpfungskette über eine aggregierte installierte Kapazität von 16,93 Millionen Tonnen pro Jahr sowie über 467 Megawatt eigene Stromerzeugungskapazität. Der künftige Komplex soll hochwertigen Stahl für Branchen wie Infrastruktur, Bauwesen, Automobilindustrie, Eisenbahn, erneuerbare Energien, Öl und Gas sowie den Schwermaschinenbau liefern.










