Wirtschaftsforum in Zaragoza thematisiert kreislauforientierte Wirtschaft und Energie

Der Verband der Industrieunternehmen der Ribera Baja del Ebro (AIRBE) hat in La Cartuja Baja, Saragossa Unternehmen, Fachleute und Institutionen zusammengebracht, um zu analysieren, wie die Kreislaufwirtschaft und die Energiewende die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Aragoniens stärken können. Beim III. Unternehmensforum für Kreislaufwirtschaft am 23. September 2026 standen der Zugang zu Energie und Rohstoffen sowie die Dekarbonisierung als zentrale Herausforderungen für die Wirtschaft im Mittelpunkt.

Erneuerbare Energien und industrieller Verbrauch im Fokus des AIRBE-Forums

Unter dem Motto «Die Kreislaufrevolution: Wettbewerb im neuen Energieszenario» befasste sich die Veranstaltung mit dem Zusammenspiel von erneuerbarer Energieerzeugung, industrieller Nachfrage und regionaler Entwicklung. Der Präsident von AIRBE, Armando Mateos, eröffnete die Veranstaltung mit einem Plädoyer für die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie und deren Verbindung zur Wettbewerbsfähigkeit.

Mateos hob zudem die Rolle des Forums als Kooperationsplattform für Unternehmen aus der Ribera Baja del Ebro und den Cinco Villas hervor, auf der Erfahrungen, Projekte und Lösungen ausgetauscht werden. Die Veranstaltung vereinte unterschiedliche Ansätze für ein effizientes Ressourcenmanagement in einem Umfeld des energiewirtschaftlichen Wandels.

Die Eröffnungsrede «Erneuerbares Aragón: von der Energieerzeugung zum industriellen Verbrauch der Zukunft» hielt Pedro Machín, Präsident des Energieclusters Aragón und CEO der Grupo Atalaya. Er analysierte das Energiepotenzial Aragoniens, den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Herausforderung, Stromerzeugung effizient mit dem industriellen Verbrauch zu verknüpfen.

Xavier Cugat von Revenergetica erläuterte seinerseits die Schlüsselfaktoren für das Verständnis der Entwicklung des spanischen Stromsystems. Seine Analyse konzentrierte sich auf das erwartbare Nachfragewachstum und die Herausforderungen, die eine zunehmend elektrifizierte Wirtschaft für Unternehmen und Regionen mit sich bringt.

Rückgewinnung von Materialien gewinnt angesichts von Kosten und Auslandsabhängigkeit an Bedeutung

Die Bewirtschaftung industrieller Abfälle nahm im Forum einen zentralen Platz ein, insbesondere in der Diskussionsrunde «Die unsichtbare Mine: Industriekosten, strategische Autonomie und die Regenerationskraft von Materialien». Die Debatte beleuchtete den Wert rückgewinnbarer Materialien zur Senkung von Kosten und der Abhängigkeit von Rohstoffen.

Unter der Moderation von René Sanz, Direktor für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bei Grupo Itesal, nahmen Alicia Valero, Leiterin der Gruppe für Industrieökologie am Instituto Energaia und Inhaberin des Cemex-Lehrstuhls für Nachhaltigkeit, María Lacasa, Environment Manager bei Saica Paper Spain, sowie Antonio Luna, Industriedirektor bei Placo Saint Gobain Aragón, an der Gesprächsrunde teil.

Die Teilnehmer erörterten die künftige Verfügbarkeit strategischer Rohstoffe, die Möglichkeiten der Materialrückgewinnung und das Potenzial, Umweltkosten in Chancen für die Industrie zu verwandeln. Der Ansatz stellte die Kreislaufwirtschaft als Weg heraus, die industrielle Autonomie zu stärken und bereits in Produktionsprozessen vorhandene Ressourcen zu nutzen.

Unternehmen aus Aragón analysieren neue Lösungen zur Emissionsminderung

Das Forum widmete zudem eine Diskussionsrunde unter dem Titel «Neue Energien und Lösungen zur Transformation des Produktionsmodells» unternehmerischen Praxisbeispielen. Moderiert wurde die Runde vom Experten für industrielles Umweltmanagement Fernando Follos. Teilnehmer waren Jesús Miguel Gaspar, Leiter der Instandhaltung bei Cárnicas Cinco Villas, Fernando Ederra, Geschäftsführer des Centro Gestor de Estiércoles de Tauste, und David Revuelto, Produktionsleiter einer Abfallumschlaganlage bei Adiego Hermanos.

Der Austausch ermöglichte eine Bestandsaufnahme der Entwicklung von Energieprojekten in Aragón, der Bedürfnisse energieverbrauchender Unternehmen und des Potenzials neuer Lösungen zur Senkung von Emissionen, ohne an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.

Die Generaldirektorin für Energie und Bergbau der Regierung von Aragón, Yolanda Vallés, schloss die Veranstaltung mit ihrem Beitrag «Aragón vor der Energie- und Kreislaufherausforderung» ab. Vallés verwies auf die Chance, das Energiepotenzial Aragoniens zur Förderung von Industrie, Beschäftigung und regionaler Entwicklung zu nutzen. Zugleich betonte sie, dass es darauf ankomme, mit erneuerbaren Energien wirtschaftliche Aktivität zu schaffen, Investitionen anzuziehen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken.

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