Die Exporte Aragons haben bis November 2025 einen Rückgang von 8% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnet. Dieser Rückgang, so die Kommission für Internationales der CEOE Aragón, ist hauptsächlich auf die Krise im Automobilsektor, den chinesischen Wettbewerb und die schwache Nachfrage in der Europäischen Union zurückzuführen. Die Situation hat dazu geführt, dass die Deckungsrate der Region auf 78,7% gefallen ist.
Auswirkungen auf Schlüsselbranchen
Der Automobilsektor wurde am stärksten getroffen und verzeichnete einen Rückgang von 24,7%, was einem Verlust von 1.084,23 Millionen Euro entspricht. Auch die Konsumgüterherstellung hat einen Rückgang von 14,9% erlitten, während die Lebensmittelexporte um 2,5% gesunken sind. Diese Sektoren wurden am stärksten durch die Anpassung an neue Modelle und die fehlende internationale Nachfrage getroffen.
Andererseits haben einige Sektoren Widerstandsfähigkeit und Wachstum gezeigt. Die Konsumgüterexporte haben um 4,6% zugenommen, die Halbwaren um 4,8%, die Energieprodukte um 2,4% und die Rohstoffe um 0,5%. Diese Zunahmen spiegeln eine Diversifizierung der aragonesischen Exporte wider.
Entwicklung des Außenhandels
Im Gegensatz zum Rückgang der Exporte sind die Importe in Aragón um 30,5% gewachsen, hauptsächlich angetrieben durch Investitionsgüter. Dieses Wachstum bei den Importen spiegelt eine robuste Binnennachfrage wider, trotz der Schwierigkeiten im Exportsektor.
Die Exporte in die Vereinigten Staaten sind um 9% gestiegen, trotz der von der Trump-Administration verhängten Zölle, während die Importe aus diesem Land um 25% gewachsen sind, was das Exportwachstum übersteigt. Diese Dynamik im Handel mit den Vereinigten Staaten unterstreicht die Bedeutung dieses Marktes für Aragón.
Diversifizierungsstrategien
Die Kommission für Internationales der CEOE Aragón hat empfohlen, die Präsenz auf Schwellenmärkten wie Asien, Lateinamerika und Afrika auszubauen. Darüber hinaus wird die Bedeutung des Abkommens zwischen der EU und Mercosur hervorgehoben, wobei die Notwendigkeit betont wird, den Agrarsektor zu schützen, der als strategisch für die Lebensmittelautonomie Europas gilt. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, die Abhängigkeit von traditionellen Märkten zu verringern und die geografische Diversifizierung der aragonesischen Exporte zu fördern.










