Zaragoza, 6. November 2025 – Aragonien wird zur ersten autonomen Gemeinschaft Spaniens, die einen Kodex für gute Praktiken im Gastgewerbe und Tourismus einführt, ein konsensuales Instrument, das einen Meilenstein in der Transformation zu einem rechtlicheren, ethischeren und integrativeren Tourismusmodell darstellt. Eingeführt von der Föderation der Unternehmer im Gastgewerbe und Tourismus Aragonien (CEHTA), legt der Kodex zehn wesentliche Verpflichtungen fest, um die Professionalität des Sektors zu stärken.
Die zehn Prinzipien, die aus dem Konsens der wichtigsten Branchenakteure hervorgegangen sind, lauten:
- Alle lokalen, regionalen und nationalen Vorschriften kennen und einhalten.
- Alle erforderlichen Genehmigungen und Lizenzen aktuell halten.
- Die Sicherheit und Hygiene in allen Bereichen des Betriebs gewährleisten.
- Das Personal in Lebensmittelhygiene und Arbeitsvorschriften schulen.
- Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie die Lärmschutzvorschriften einhalten.
- Die Arbeitsrechte der Mitarbeiter respektieren.
- Eine sichere und kollaborative Arbeitsumgebung fördern.
- Über die steuerlichen und buchhalterischen Vorschriften informiert sein und transparent arbeiten.
- Offene und ehrliche Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden pflegen.
- Ein Engagement für kontinuierliche Verbesserung und Nachhaltigkeit eingehen.
Freiwillige Zertifizierung und Wettbewerbsvorteile
Die Genehmigung des Kodex leitet einen Prozess der freiwilligen Zertifizierung für alle angeschlossenen Betriebe ein. Diejenigen, die die Bewertung bestehen, erhalten das Zertifikat für gute Praktiken im Gastgewerbe und Tourismus, was ihnen ein besonderes Markenzeichen im Markt verschafft.
Als Anreiz können die Unternehmen, die die Zertifizierung bis zum 31. Dezember 2025 erhalten, an einer Verlosung von sechs Plätzen für einen Intensivkurs unter der Leitung von Ferran Adrià teilnehmen.
Fahrplan zur Kreislaufwirtschaft und sozialen Investitionen
In den kommenden Wochen erhalten die teilnehmenden Betriebe ein Starter Kit mit Unterstützungsmaterialien und Selbstbewertungswerkzeugen. Der Rollout umfasst:
- Spezialisierte Schulungen zur Kreislaufwirtschaft zur Optimierung von Ressourcen.
- Anerkennungen für beste Praktiken in sozialen Investitionen.
„Soziale Nachhaltigkeit ist eine strategische Differenzierungsschlüssel“, so die Vertreter von CEHTA.
Ein wegweisendes Modell in Spanien
Mit dieser Maßnahme positioniert sich Aragonien als nationaler Referenzpunkt für die Integration sozialer Kriterien in das touristische Management. Teilweise finanziert von der Europäischen Union, unterstreicht das Projekt das Engagement der Regierung von Aragonien für einen rentablen, gerechten und mit dem Gebiet verbundenen Tourismus.










