Indien zog 2025 über 3 Milliarden Dollar in saubere Technologien an

Indien zog im Jahr 2025 mehr als 3 Milliarden US-Dollar an Investitionen in die Herstellung sauberer Technologien an, wie Daten der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) zeigen, über die Business Standard berichtete. Besonders deutlich fiel der Fortschritt in der Photovoltaikindustrie aus: Der Anteil des Landes an den weltweiten Investitionen in diesem Sektor stieg von 1 % im Jahr 2023 auf 20 % im Jahr 2025.

Auch Indiens Kapazität zur Herstellung von Solarausrüstungen erhöhte sich in den vergangenen sechs Jahren von 5 auf 125 Gigawatt. Dieses Wachstum fiel mit einem Rückgang der Solarenergieinvestitionen im Jahr 2025 in anderen Märkten zusammen, darunter China, die Vereinigten Staaten und mehrere Volkswirtschaften Südostasiens, wie aus den IRENA zugeschriebenen Angaben hervorgeht.

Diversifizierung der Lieferketten

China vereint weiterhin den Großteil der weltweiten Fertigungs- und Montagekapazitäten für saubere Technologien auf sich. Ende 2025 entfielen auf das Land 89 % der Solarkapazitäten, 88 % der Batteriekapazitäten, 76 % der Windenergiekapazitäten und 66 % der Kapazitäten für Wasserstoffelektrolyseure. Der Anteil der Investitionen in die Herstellung erneuerbarer Energietechnologien, der in andere Länder als China floss, stieg jedoch innerhalb von zwei Jahren von 15 % auf 23 %. Zu den wichtigsten Zielmärkten zählten Indien, die Vereinigten Staaten und Europa.

IRENA führt Indiens Fortschritte auf mehrere staatliche Instrumente zurück, darunter das als PLI bekannte produktionsgebundene Anreizprogramm, die Liste zugelassener Modelle und Hersteller (ALMM) sowie Vorgaben zum Einsatz erneuerbarer Energien. Von der Zeitung befragte Unternehmensvertreter nennen zudem die Größe des Binnenmarkts und die internationale Suche nach alternativen Lieferanten als Faktoren. Diese Einschätzungen stammen aus der Industrie und bedeuten nicht zwangsläufig, dass alle angekündigten Projekte bereits umgesetzt wurden.

Defizite bei Batterien und Komponenten

Die Entwicklung verläuft nicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette gleichmäßig. Indien weist bei der Batterieherstellung und in vorgelagerten Segmenten der Solarindustrie, etwa bei Wafern, Ingots und bestimmten Industrieanlagen, weiterhin Rückstände auf. Zwar stieg der Anteil der weltweiten Batterieinvestitionen außerhalb Chinas von 18 % im Jahr 2024 auf 23 % im Jahr 2025, getragen von Indien, Europa und anderen asiatischen Regionen. Dennoch muss das Land laut der Quelle in diesem Bereich noch Kapazitäten aufbauen.

Die Indian Solar Manufacturers Association beziffert die angekündigten und geplanten Investitionen in die nationale Photovoltaik-Wertschöpfungskette auf rund eine Billion Rupien. Es handelt sich somit um Unternehmenspläne und nicht um bereits bereitgestelltes Kapital. Die zitierten Experten gehen davon aus, dass die Kontinuität der politischen Maßnahmen, der Zugang zu Finanzierungen, wettbewerbsfähige Energiekosten und der Ausbau des Stromnetzes entscheidend dafür sein werden, das Wachstum der lokalen Fertigung zu festigen.

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