Der Konflikt im Nahen Osten ruft Besorgnis in Aragonien hervor, nicht so sehr wegen des direkten Handels mit dem Iran, sondern wegen seiner indirekten Auswirkungen auf den Energiesektor und die Logistik. Die Handelskammer von Zaragoza warnt, dass die Verteuerung von Öl und Gas sowie die Veränderungen der internationalen Transportwege die größten Bedrohungen für die aragonische Wirtschaft darstellen.
Begrenzte Auswirkungen des direkten Handels mit dem Iran
Im Jahr 2025 erreichten die aragonischen Exporte in den Iran 8,3 Millionen Euro, was einen Rückgang von 34,61% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die am stärksten betroffenen Sektoren waren die Investitionsgüter mit 6,55 Millionen Euro, gefolgt von Halbzeugen und Lebensmitteln. Trotz dieses Rückgangs stiegen die Importe aus dem Iran um 8% und summierten sich auf 1,56 Millionen Euro. Die Handelsbilanz bleibt für Aragonien positiv, obwohl die direkte Exposition begrenzt ist.
Handelsentwicklung in der Region
Die Handelsbeziehungen zu Nachbarländern wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zeigen eine Tendenz zur Mäßigung oder zum Rückgang. Hervorzuheben ist jedoch das Wachstum von über 50% bei den Exporten in die Vereinigten Arabischen Emirate. In diesen Märkten stimmen die relevanten Sektoren mit denen des Iran überein: Investitionsgüter, Lebensmittel und Halbzeuge.
Indirekte Folgen des Konflikts
Die Hauptsorge für Aragonien liegt in den indirekten Folgen des Konflikts. Die Schließung der Straße von Hormuz verändert die internationalen Seewege, was zu höheren Logistikkosten führt. Darüber hinaus wird ein Anstieg der Preise für Öl und Gas erwartet, der die Produktions- und Transportkosten beeinflusst und die Unternehmensmargen verringert. Diese Situation führt zu größerer Volatilität und Unsicherheit auf den internationalen Märkten, insbesondere für Unternehmen mit hoher Energieabhängigkeit oder stark exportorientierter Ausrichtung.
Die Handelskammer von Zaragoza verfolgt die Situation weiterhin kontinuierlich, um aktuelle Informationen bereitzustellen und betroffenen Unternehmen Unterstützung zu bieten, mit dem Ziel, die Auswirkungen dieser Herausforderungen auf die regionale Wirtschaft zu mildern.










