Ibercaja hat in Zaragoza Finanzvorstände und Führungskräfte von Banken zusammengebracht, um die Herausforderungen zu analysieren, die den Sektor prägen – von der wirksamen Anwendung künstlicher Intelligenz über das Talentmanagement bis hin zu den Auswirkungen der Geopolitik. Die Veranstaltung unter Leitung der Finanzdirektorin des Instituts, Raquel Martínez, fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum von Ibercaja statt.
Künstliche Intelligenz verlangt messbare Ergebnisse im Bankensektor
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Transformation der Finanzfunktion in einem Umfeld zunehmender Unsicherheit und verschärften Wettbewerbs. Die Teilnehmer erörterten die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Finanzbereiche und waren sich einig, dass die Herausforderung längst über die bloße Einführung dieser Technologien hinausgeht.
Die Institute streben danach, dass künstliche Intelligenz einen greifbaren Beitrag zu Produktivität, Effizienz und Wertschöpfung leistet. Dafür sei es notwendig, neue Betriebsmodelle zu entwickeln, die technologische Werkzeuge in konkrete Geschäftsergebnisse überführen.
Die Finanzfunktion der Zukunft müsse gemäß den während der Veranstaltung geteilten Erkenntnissen unternehmerisches Urteilsvermögen, analytische Fähigkeiten und technologisches Know-how verbinden. Der Ausbau dieser Kompetenzen zeichnet sich als strategische Priorität für die Finanzbereiche des Bankensektors ab.
Hybride Talente und Führung als Schlüssel zur Transformation der Finanzfunktion
Das Talentmanagement war ein weiterer zentraler Schwerpunkt der Veranstaltung in Zaragoza. Die Teilnehmer betonten, dass die Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Fachkräften mit analytischen und technologischen Kompetenzen zu den wichtigsten Prioritäten der Finanzbereiche geworden ist.
Die Debatte hob zudem die Rolle der Führung in Transformationsprozessen hervor. Die Finanzbereiche stehen vor der Aufgabe, hybride Profile zu integrieren, die Finanzwissen, Geschäftsverständnis und technologische Kompetenzen vereinen.
An dem Treffen nahmen Iván Baile, CFO von Andbank, Sonia Sánchez, CFO von Kutxabank, Sergio Palavecino, CFO von Banco Sabadell, sowie Alberto de Francisco, CFO von Abanca, gemeinsam mit Vertretern weiterer Finanzinstitute und spezialisierter Unternehmen teil. Unternehmen wie BTS, Manpower, Microsoft und True North Partners brachten ihre Einschätzungen zu den neuen Kompetenzen ein, die in den Finanzbereichen gefragt sind.
Geopolitik gewinnt bei Entscheidungen im Bankensektor an Bedeutung
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Geopolitik nicht länger ein vorübergehender Faktor ist, sondern sich als strukturelle Variable in unternehmerischen Entscheidungsprozessen etabliert hat. Dieses Umfeld zwingt die Institute dazu, ihre Fähigkeiten in den Bereichen Analyse, Früherkennung und Risikomanagement auszubauen.
Die Vorträge von Francisco José Gan und Judith Arnal vom Instituto el Cano ergänzten die Analyse des aktuellen geopolitischen Umfelds. Die Debatte stellte die Verbindung von Technologie, spezialisiertem Talent und analytischer Kompetenz als eine der Antworten des Bankensektors auf ein zunehmend komplexes Umfeld heraus.










