Der spanische Arbeitsmarkt wird weiterhin Arbeitsplätze schaffen, obwohl für 2026 eine Verlangsamung vorhergesagt wird. Laut dem Bericht «Human Capital Outlook» von CEOE Aragón zeigt das erste Quartal 2026 eine geringere Dynamik, trotz des Anstiegs der abhängigen Beschäftigung und der Senkung der Arbeitslosenquote. Dennoch stehen die Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen im Arbeitsbereich.
Steigerung der Beschäftigung und Herausforderungen bei der Produktivität
Im letzten Quartal 2025 gab es einen Anstieg der Anzahl der Beschäftigten, während die Selbstständigkeit rückläufig war. Die geleisteten Arbeitsstunden stiegen um 1,2% im Quartalsvergleich, jedoch lag die effektive Arbeitszeit pro beschäftigter Person 1,7% unter dem Niveau vor der Pandemie. Dieses Phänomen ist hauptsächlich auf den Anstieg der Beschäftigten zurückzuführen, die wegen Krankheit, Unfall oder Invalidität nicht gearbeitet haben.
Andererseits ist die Produktivität pro geleisteter Arbeitsstunde um 0,4% gesunken, was eine Herausforderung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen darstellt. Diese Verschlechterung der Produktivität hat das BIP pro Beschäftigten im zweiten aufeinanderfolgenden Quartal ohne Veränderungen gehalten.
Wichtigste Unternehmensanliegen
Die Unternehmen haben vier zentrale Herausforderungen identifiziert: Rekrutierungsschwierigkeiten, hohe Fehlzeiten, Überregulierung und steigende Lohnkosten. Die Präsidentin des Instituts EY Talent und Innovation betont, dass das Personalmanagement zu einem strategischen Schwerpunkt geworden ist, der Aspekte wie Fehlzeiten, Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Qualifizierung von Talenten und internationale Mobilität umfasst.
Angesichts dieser Herausforderungen fordern die Unternehmer, dass die Ausbildung mit den Bedürfnissen der Produktionsstruktur in Einklang gebracht wird, eine Verbesserung des Managements von Arbeitsunfähigkeiten sowie die Wiederherstellung des nationalen sozialen Dialogs als legitimen Raum für Arbeitsverhandlungen.










