Die Ibercaja-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit dem Pyrenäen-Institut für Ökologie des CSIC ein innovatives 3D-Digitalisierungsprojekt der Cueva de las Güixas in Villanúa, Huesca, gestartet. Mit modernster SLAM-LiDAR-Technologie zielt die Initiative darauf ab, dieses bedeutende unterirdische Erbe zu bewahren und besser zu verstehen.
Die in diesem Projekt eingesetzte Technologie ist der mobile Laserscanner LiGrip H120, der das SLAM-LiDAR-System verwendet. Dieses Gerät sendet Laserlichtpulse in alle Richtungen aus und misst die Rückkehrzeit, um Distanzen mit hoher Genauigkeit zu berechnen. Dank der Tausenden von Messungen pro Sekunde kann die Geometrie der Höhle dreidimensional rekonstruiert und eine detaillierte Karte erstellt werden.
Die Kombination aus LiDAR- und SLAM-Technologien ist besonders nützlich in unterirdischen Umgebungen, wo traditionelle topografische Methoden ineffizient sind und satellitengestützte Positionierungssysteme nicht funktionieren. Diese Innovation ermöglicht eine detaillierte Analyse des Raumes und erleichtert die Forschung und den Erhalt der Umgebung.
Ziele und erwartete Ergebnisse des Projekts
Seit 2017 leitet die Gruppe für Paläoumwelt der Quartären und Globalen Veränderung des Pyrenäen-Instituts für Ökologie dieses Projekt mit dem Ziel, die Evolution und Dynamik der Cueva de las Güixas zu verstehen. Das resultierende dreidimensionale Modell, das aus Millionen von Messpunkten besteht, erlaubt morphometrische Analysen und Simulationen, die geologische, ökologische und hydrologische Forschungen unterstützen.
Dieser Ansatz trägt nicht nur zum Schutz des unterirdischen Erbes bei, sondern verbessert auch dessen Verwaltung, indem er wertvolle Daten für zukünftige Forschungsarbeiten und Erhaltungsstrategien liefert.
Die Cueva de las Güixas: ein Naturjuwel
Mitten im Massiv von Collarada, am Pilgerweg von Santiago gelegen, ist die Cueva de las Güixas ein Beispiel für eine Laugungs- bzw. Lösungshöhle, die während der Quartärvereisungen durch Wasser in Kalkstein entstanden ist. Ihr Inneres beherbergt geologische Formationen wie Stalaktiten, Stalagmiten und Säulen sowie einen reißenden Wasserlauf, der durch Siphone gespeist wird.
Die Höhle verfügt auch über einen Schlot, der mit dem Außenbereich verbunden ist und von den dort lebenden Fledermäusen genutzt wird. Diese einzigartige natürliche Umgebung ist nun dank der 3D-Digitalisierungstechnologie Gegenstand einer detaillierten Studie, die ihren langfristigen Schutz und ihre Erforschung ermöglichen wird.










