Die Inflation in Aragonien erlebte im März 2026 einen bemerkenswerten Anstieg und erreichte 3,5% im Jahr, laut dem Instituto Nacional de Estadística. Dieser Anstieg, bedingt durch globale und lokale Faktoren, spiegelt einen Trend wider, der auch auf nationaler Ebene zu beobachten ist, wo die Inflation 3,4% erreichte.
Auswirkungen von Öl und Energie auf die Inflation
Der Preisanstieg in Aragonien wurde erheblich durch die gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Schmierstoffe sowie für Heizöl beeinflusst. Diese Erhöhungen sind auf den Anstieg des internationalen Ölpreises zurückzuführen, der durch den Krieg im Iran betroffen ist. Im März notierte Brent-Öl im Durchschnitt bei 103,1 Dollar pro Barrel, was einem Anstieg von 45,5% im Vergleich zu Februar entspricht. Gleichzeitig erreichte der Preis für Erdgas TTF 52,9 Euro pro MWh und verzeichnete einen Anstieg von 63,1% im Vergleich zum Vormonat.
Inflation nach Konsumgütern
Die Sektoren Wohnen und Verkehr führten die Inflation mit jeweils 5,2% im Jahr an. Andere Sektoren wie Restaurants und Beherbergungsdienstleistungen, Alkoholische Getränke und Tabak sowie Körperpflege wiesen ebenfalls hohe Raten auf, die 4% jährlich überstiegen. Im Gegensatz dazu wiesen Sektoren wie Versicherungen und Finanzdienstleistungen, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sowie Gesundheitswesen moderatere Inflationsraten auf, während Bekleidung und Schuhe sowie Information und Kommunikation niedrige oder negative Raten verzeichneten.
Regionale Vergleiche und wirtschaftliche Perspektiven
Die Kerninflation in Aragonien, die unverarbeitete Nahrungsmittel und Energiewaren ausschließt, stieg auf 3,0% im Jahr und übertraf den Durchschnitt der Eurozone, der bei 2,5% lag. Nach Provinzen geführt, war Huesca mit 3,6% im Jahr an der Spitze, gefolgt von Teruel und Zaragoza mit 3,5%. Im monetären Bereich entschied die Europäische Zentralbank, die Zinssätze unverändert zu lassen, kündigte jedoch mögliche Erhöhungen in ihrer nächsten Sitzung an.










