Die Bürgermeisterin von Zaragoza, Natalia Chueca, gab gestern die 26 Finalisten der zweiten Ausgabe der Premios Latir Hispano bekannt, einer Auszeichnung, die 2024 ins Leben gerufen wurde, um den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Beitrag der in der Stadt ansässigen lateinamerikanischen Gemeinschaft zu würdigen. Die Ausschreibung hat ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet. In diesem Jahr wurden 142 Bewerbungen eingereicht, im Vergleich zu den bescheideneren Zahlen der ersten Ausgabe, was das wachsende Gewicht dieser Nationalitäten im lokalen Leben widerspiegelt.
Zaragoza zählt derzeit 50.530 Bürger aus 23 lateinamerikanischen Ländern. Diese Gruppe stellt 6,9% der gemeldeten Bevölkerung dar und weist eine starke Präsenz von Einwohnern aus Kolumbien und Nicaragua auf. Laut der Bürgermeisterin hat sich dieses demografische Gefüge zu einem relevanten Motor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Hauptstadt von Aragonien entwickelt.
Die Preise zielen darauf ab, das Talent und das Engagement von Personen hervorzuheben, die zum Fortschritt der Stadt aus so unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Kultur, Sport, sozialem Engagement oder Forschung beitragen. Zudem symbolisieren sie, so die Stadtverwaltung, eine Stärkung des historischen und emotionalen Bandes zwischen Zaragoza und Lateinamerika, das in der Tradition der Virgen del Pilar als Patronin der Hispanität verkörpert ist.
Die Jury, die sich am vergangenen Freitag versammelt hatte, wurde von dem Minister für Bürgerbeteiligung, Alfonso Mendoza, geleitet und bestand aus Vertretern von Zaragoza Cultural, der Journalistin Lisett Rosales, ECOS, ATA, dem Erzbistum Zaragoza, Radio La Mega Spanien und CEPYME. Nach der Beratung wählte das Gremium die fünf Gewinner aus, die am 24. November in einer Zeremonie im Rathaus bekannt gegeben werden. Die Liste der Finalisten umfasst Kandidaten aus 12 Ländern, ein Beispiel für die Vielfalt, die die hispanische Gemeinschaft in der Stadt prägt.
In ihrem Statement hob Chueca den Beitrag dieser Bürger zum Produktions- und Sozialgefüge Zaragozas hervor. Sie betonte, dass ihre Werdegänge als Beispiel für Anstrengung und als Indikator für die Fähigkeit der Stadt dienen, nachhaltige Lebensprojekte zu integrieren.
In der vorherigen Ausgabe gingen die Auszeichnungen an sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, von der kolumbianischen Journalistin Lisett Rosales über den argentinischen Fußballspieler Cristian Álvarez, den kubanischen Koch mit Michelin-Stern Ramsés González bis hin zu Unternehmern kolumbianischer Herkunft. Die Konsolidierung des Preises zeigt den institutionellen Willen, die Rolle einer Gemeinschaft, die bereits Teil des wirtschaftlichen und kulturellen Gefüges Zaragozas ist, wertzuschätzen.










