Die Regierung von Aragón hat ihren politischen Druck erhöht, um die Eisenbahnlinie Zaragoza-Canfranc-Pau wiederzubeleben, ein Schlüsselprojekt für nachhaltige Mobilität und territoriale Kohäsion im transpyrenäischen Grenzgebiet. Die Region fordert mehr Engagement von Frankreich und einen verstärkten Dialog seitens der spanischen Regierung, zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Union ihre Unterstützung für diese strategische Initiative erneuert hat.
Förderung des europäischen Projekts und der COPROG-Programmierung
Die Wiedereröffnung der Linie Zaragoza-Canfranc-Pau ist Teil des europäischen Projekts „Überwindung der verlorenen Verbindungen zwischen Frankreich und Spanien: Grenzüberschreitender Schienenabschnitt“, das Teil der COPROG-Programmierung ist. Dieser gemeinsame Einsatz zwischen Aragón und der Region Nouvelle-Aquitaine zielt darauf ab, eine seit 1970 unterbrochene Eisenbahnverbindung wiederherzustellen und auf eine nachhaltigere Mobilität im zentralen Pirinäenraum hinzuarbeiten.
Das Ziel besteht darin, die internationale Eisenbahnverbindung vollständig wiederherzustellen, die territoriale Kohäsion zu verbessern und neue Möglichkeiten für den nachhaltigen Gütertransport sowie die Mobilität von Reisenden zu bieten.
Entwicklung des technischen Treffens und institutionelle Beteiligung
Im Rahmen eines technischen Treffens, das von der Region Nouvelle-Aquitaine organisiert wurde, nahm die Regierung von Aragón über die Transpirenaica-Stiftung an Arbeitssitzungen und einer technischen Besichtigung der Linie Zaragoza-Canfranc-Pau teil. Die Geschäftsführerin der Stiftung, Cristina García, vertrat Aragón, während die Region Nouvelle-Aquitaine und SNCF Réseau auf französischer Seite teilnahmen.
Die Besichtigung umfasste eine Fahrt im TER55 zwischen Pau und Bedous sowie eine Fußinspektion der kritischen Punkte zwischen Bedous und Canfranc, die es ermöglichte, den aktuellen Stand der Arbeiten und deren Auswirkungen auf die Fristen für die Wiedereröffnung zu bewerten.
Forderungen an die französische Regierung und Unterstützung der Europäischen Union
Die aragonesische Regierung hat ihre Frustration über das Fehlen einer Vertretung des Ministeriums für ökologische Transition und territoriale Kohäsion Frankreichs bei dem Besuch zum Ausdruck gebracht und die Notwendigkeit eines festeren Engagements seitens Paris hervorgehoben. Aragón sieht die französische Beteiligung als entscheidend an, um eine für die wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltige Mobilität auf beiden Seiten der Pyrenäen wichtige Infrastruktur zu konkretisieren.
Als Reaktion darauf wurde die spanische Regierung aufgefordert, den Dialog mit den französischen Behörden zu intensivieren, um den Fortschritt der ausstehenden Arbeiten zu gewährleisten. Die Unterstützung der Europäischen Union, die diese Verbindung in ihre Investitionsprioritäten für 2028-2034 aufgenommen hat, unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts und bietet eine entscheidende Gelegenheit für dessen Verwirklichung.










