Das Forschungs- und Technologiezentrum für Agrar- und Ernährungswirtschaft von Aragonien (CITA) leitet ein ehrgeiziges europäisches Projekt zur Untersuchung des Teosinte, einer invasiven Art, die die Maisernte in Spanien und Frankreich bedroht. Dieses Vorhaben, in Zusammenarbeit mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und anderen Institutionen, zielt darauf ab, dieses landwirtschaftliche Problem besser zu verstehen.
Die Herausforderung des Teosinte auf den Maisfeldern
Der Teosinte, der erstmals 2014 in Aragonien identifiziert wurde, ist ein Vorfahre des Mais, der nicht mit herkömmlichen Herbiziden kontrolliert werden kann. Seit seiner Entdeckung hat das Zentrum für Pflanzenkrankheiten und -zertifizierung regelmäßige Inspektionen durchgeführt. Eine erste Studie zwischen 2015 und 2017 behandelte grundlegende Aspekte seiner Biologie und Kontrollmethoden, doch es entstand die Notwendigkeit, weiterführende Untersuchungen durchzuführen.
Das Projekt «Überwachung und Bewertung der potenziellen Auswirkungen des Teosinte auf die Maiserträge in der EU» hat als Hauptziele die Kartierung seiner Verbreitung, das Studium seiner Hybridisierung mit Bt-Mais und die Bewertung der Anwesenheit von Insekten und spezifischen Proteinen. Außerdem soll der Teosinte aus Spanien genetisch charakterisiert und mit dem aus Frankreich verglichen werden.
Internationale Zusammenarbeit und Projektstruktur
Das Projekt umfasst die Teilnahme renommierter Einrichtungen wie des CSIC, der Universitat de Lleida und des INRAE aus Frankreich. Im CITA besteht das Team aus Forschern wie Alicia Cirujeda und Gabriel Pardo, die gemeinsam mit Technikern und Analysten an dieser Herausforderung arbeiten. Das CSCV und die Generalitat de Katalonien arbeiten ebenfalls aktiv mit.
Die Inspektionen von 2025, die 1.595 Parzellen beinhalteten, zeigten, dass der Teosinte in 1,7 % der Parzellen weiterhin vorhanden ist. Die Kontrollmaßnahmen haben jedoch dazu beigetragen, die Infestation unter Kontrolle zu halten, wobei die meisten Vorkommen in zuvor betroffenen Gebieten lokalisiert sind.
Ergebnisse und zukünftige Perspektiven
Die Ergebnisse der Überwachung im Jahr 2025 sind ermutigend: Die Vorkommen des Teosinte wurden größtenteils eradiziert, und die Kontrollmaßnahmen haben sich in Aragonien als effektiv erwiesen. Obwohl der Teosinte weiterhin eine Bedrohung darstellt, ist die Eindämmung seiner Ausbreitung ein bedeutender Erfolg für die beteiligten Forscher und Landwirte.
Der Erfolg dieses Projekts unterstreicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und einen multidisziplinären Ansatz zur Bewältigung komplexer landwirtschaftlicher Herausforderungen. Während das Projekt voranschreitet, wird erwartet, dass die Erkenntnisse weiterhin dazu beitragen, effektive Strategien zur Bewältigung dieser invasiven Art in Europa zu entwickeln.










