Die Regierung von Aragón hat über das Instituto Aragonés de Fomento (IAF) die Akademie für digitale Landentwicklung ins Leben gerufen, ein kostenloses Ausbildungsprogramm, das darauf abzielt, den Zugang zur Technologie in ländlichen Gebieten zu fördern. Diese Initiative richtet sich an Menschen, die in Gemeinden mit niedriger Bevölkerungsdichte leben, um ihnen zu helfen, Autonomie und Vertrauen im Umgang mit digitalen Werkzeugen zu gewinnen, sowohl im Alltag als auch in ihrer beruflichen Entwicklung.
Die Akademie für digitale Landentwicklung bietet ein flexibles Lernmodell an, das Online-Sitzungen mit Präsenzaktivitäten kombiniert, die auf das Tempo und die Verfügbarkeit der Teilnehmer abgestimmt sind. Das Angebot richtet sich an eine Vielzahl von Zielgruppen: junge Menschen, die sich ohne Verlassen ihres Wohnorts weiterbilden möchten, Unternehmerinnen, arbeitslose Personen, landwirtschaftliche Arbeiter, kleine Händler und generell an jeden Bürger, der seine digitalen Kompetenzen verbessern möchte.
Die Kurse, die für ein selbstständiges und kostenfreies Lernen konzipiert sind, decken ein Spektrum von grundlegenden Fähigkeiten bis hin zu anwendungsbezogenen Inhalten in der Landwirtschaft und im Unternehmertum ab. Dazu gehören Schulungen zur Nutzung von Drohnen für die Grundstückskontrolle, Werkzeuge zur Planung der Aussaat, Lösungen für das Agrarmanagement, E-Commerce, Unternehmensverwaltung und die Durchführung digitaler Formalitäten.
Einer der besonderen Aspekte des Programms ist sein mobiler Ansatz: Ein umgebauter Kleinbus fungiert als mobiles Klassenzimmer und wird durch die aragonesischen Gemeinden fahren, um die Ausbildung direkt vor Ort zu bringen. Neben der Durchführung von Workshops und der Beantwortung von Fragen vor Ort wird es Unterstützung durch Moderatoren geben, die die Einschreibungen erleichtern und die Teilnehmer bei ihren ersten Schritten unterstützen.
Die erste dieser Veranstaltungen findet am 9. Juli in Monzón unter dem Motto «Die Zukunft verbinden» statt. Die Veranstaltung wird Vertreter des Programms zusammen mit der CEOE und der Vereinigung für ländliche Entwicklung (ARD) versammeln, um eine Kombination aus Ausbildungsseminaren, Präsentationen technologischer Werkzeuge wie Smarteye oder KI-gestützten virtuellen Assistenten, immersiven Erfahrungen und Networking-Gelegenheiten anzubieten.
Die Prognose ist ambitioniert: mehr als 22.000 Einschreibungen und Präsenz in über 700 aragonesischen Gemeinden. Die Akademie für digitale Landentwicklung verfolgt nicht nur das Ziel, auszubilden, sondern auch ein inklusives, nützliches und an die Gegebenheiten des Territoriums angepasstes digitales Umfeld zu schaffen.
Wie der Ansatz des Programms betont, sollte Technologie kein Hindernis sein, sondern ein Werkzeug zur Verankerung, zum Wachstum und zur Transformation im ländlichen Raum. Diese Initiative stellt einen weiteren Schritt im Engagement für eine gerechte und nachhaltige Digitalisierung in Aragón dar.










