Zaragoza möchte sich im Zentrum der internationalen Gedenkfeiern zum zweihundertsten Todestag von Francisco de Goya positionieren. Die Stadt wird 2028 eine große immersive Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado beherbergen, ein Projekt, das La Lonja in einen hochmodernen Ausstellungsraum verwandeln wird, um das Leben und Werk des aragonischen Künstlers Menschen jeden Alters durch immersive Technologien näherzubringen.
Die Ankündigung, die während der Debatte über den Stand der Stadt gemacht wurde, ist Teil einer Kulturstrategie, die darauf abzielt, Zaragoza als Referenzstadt für das Erbe von Goya zu etablieren und ihre touristische sowie kulturelle Attraktivität auf nationaler und internationaler Ebene zu stärken.
Eine neue Art, Goya zu entdecken
Die zukünftige Ausstellung wird Ressourcen wie 360-Grad-Videomapping, immersive Klanglandschaften und Virtual-Reality-Erlebnisse kombinieren, um einen Rundgang durch die verschiedenen Lebens- und Schaffensphasen des Malers zu bieten.
Über den technologischen Aspekt hinaus will das Projekt den Besuchern helfen, die künstlerische Entwicklung von Goya und die Aktualität seines Werkes zu verstehen, indem es eine zeitgemäße Ausstellungssprache verwendet, ohne die historische und museografische Strenge zu vernachlässigen.
Der Rundgang beginnt mit den ersten Werken, die der Künstler in Zaragoza geschaffen hat, und führt die Besucher bis zur Phase der Schwarzen Bilder, wobei gezeigt wird, wie sein Blick auf die Gesellschaft zwei Jahrhunderte später erstaunlich aktuell bleibt.
Ein erstklassiger Vorgeschmack im Jahr 2027
Vor der Eröffnung der immersiven Erfahrung wird Zaragoza zwischen April und August 2027 die Ausstellung «Zweihundert Jahre mit Goya» ausrichten, die als eines der großen kulturellen Ereignisse vor dem Jubiläum konzipiert ist.
Die Schau wird fast hundert Werke aus über 60 nationalen und internationalen Institutionen und Sammlungen vereinen, wobei das Museo del Prado der Hauptausleiher sein wird.
Unter den Exponaten werden mehrere Werke sein, die zuvor noch nicht in Zaragoza ausgestellt wurden, sowie die Rückkehr von «El Coloso», das seit 1996 erstmals wieder in der Stadt gezeigt wird.
Der Rundgang wird es ermöglichen, nicht nur die Produktion von Goya zu entdecken, sondern auch den Einfluss, den sein Erbe auf nachfolgende Generationen von Künstlern wie Picasso, Manet, Fortuny, Solana, Zuloaga, Saura und Robert Rauschenberg ausgeübt hat, sowie seine Präsenz in Disziplinen wie Fotografie, Literatur, Musik, Film und Popkultur.
Kultur als Motor der internationalen Projektion
Die Zusammenarbeit mit dem Museo del Prado stärkt die Positionierung Zaragoza als kulturelles Ziel und zeigt die wachsende Fähigkeit der Stadt, großformatige Ausstellungsprojekte zu beherbergen.
Die Stadtverwaltung beabsichtigt, dass die Feierlichkeiten zum Jubiläum über ein einmaliges Gedenkprogramm hinausgehen und dazu beitragen, ein dauerhaftes Erbe durch neue Räume, kulturelle Aktivitäten und touristische Angebote im Zusammenhang mit der Figur des Künstlers zu hinterlassen.
Die Strategie sieht auch die Durchführung der ersten Zaragoza Art Fair vor, einer Messe für zeitgenössische Kunst, die vom 12. bis 15. November in verschiedenen städtischen Kulturstätten stattfinden wird und das künstlerische Angebot der Stadt erweitern wird.
Ein Wachstumsmoment für das kulturelle Angebot
Das Engagement für Goya fällt mit dem besten Zeitpunkt des Netzwerks der städtischen Museen zusammen. Im Jahr 2025 überschritten die Museen und Ausstellungshallen des Rathauses erstmals die 700.000 Besucher und setzten einen historischen Rekord.
La Lonja festigte sich als einer der wichtigsten Kulturorte in Zaragoza und nähert sich den 200.000 Besuchern, während die Museen der Route von Caesaraugusta und das Centro de Historias weiterhin ihr Publikum vergrößerten.
Mit diesem Programm strebt Zaragoza an, den zweihundertsten Geburtstag von Goya zu nutzen, um seine kulturelle Identität zu stärken, Besucher anzuziehen und die Figur des universalsten Künstlers, der in Aragón geboren wurde, international zu projizieren.










