Der Blaue Saal des Casinos von Huesca war Schauplatz der offiziellen Präsentation der Briefmarke von Correos, die dem Pollo al Chilindrón, einem emblematischen Gericht der aragonesischen Küche, gewidmet ist. Die Ausgabe, die Teil der jährlichen Serie «Gastronomie: Spanien in 19 Gerichten» ist, zielt darauf ab, die repräsentativsten kulinarischen Spezialitäten jeder autonomen Gemeinschaft hervorzuheben.
Bei der Veranstaltung waren die Bürgermeisterin von Huesca, Lorena Orduna Pons; der Präsident der Aragonischen Akademie der Gastronomie, Ernesto Fabre González; der Akademiker Javier García Antón; der Chefkoch Carmelo Bosque Allué, der das im Briefmarkenmotiv dargestellte Rezept kreiert hat; der Fotograf und Akademiker Miguel Ángel Vicente Val, der das Bild erstellt hat; sowie die Leiterin der Philatelie und der institutionellen Beziehungen von Correos, Nuria Lera Hervás, anwesend. Auch zahlreiche Philatelisten aus der gesamten Gemeinschaft waren zugegen.
Während der Zeremonie fand die traditionelle Ehrenstempelung statt. Die Briefmarke, die am 22. April in Umlauf gebracht wurde, hat einen postalischen Wert von 4,6 Euro und wurde im Format Blockbogen mit einer Auflage von 70.000 Exemplaren herausgegeben. Sie ist mit den wesentlichen Zutaten des Gerichts illustriert: rotem Paprika, Zwiebel, Knoblauch und Tomate, bescheidenen Produkten, die mit Fleischsorten wie Huhn, Lamm oder Kaninchen kombiniert werden.
Das Pollo al Chilindrón, so wie es Carmelo Bosque Allué vom Restaurant Lillas Pastia zubereitet, ist ein Gericht, das tief in der Tradition des Hocharagon verwurzelt ist. Obwohl sein Ursprung nicht präkolumbianisch ist — da es Produkte enthält, die aus Amerika stammen, wie Paprika und Tomate —, hat sich das Rezept im 19. Jahrhundert in der Provinz Huesca gefestigt. Heute ist es ein unverzichtbarer Bestandteil des Festmenüs während der Feierlichkeiten zu Ehren des Stadtpatrons San Lorenzo.
Die Aragonische Akademie der Gastronomie hebt den kulturellen und etymologischen Reichtum des Begriffs “chilindrón” hervor, der für einige auf ein altes Kartenspiel verweist, während andere ihn mit einer eigenen Kochtechnik oder der Verwendung lokaler Paprika verbinden.
Mit dieser philatelistischen Initiative verstärkt Correos sein Engagement für die Förderung des kulturellen und gastronomischen Erbes Spaniens und integriert den Geschmack und die Geschichte Aragons in die Philateliensammlungen des Landes.










