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12 marzo 2026

Zaragoza strahlt: Die Orte, die du besuchen musst, um die Stadt in neuem Glanz zu erleben

Vom 19. bis 22. Februar verwandelt sich die Altstadt in ein großes Nachtmuseum mit zwölf internationalen Lichtkunstinstallationen, lokalen Talenten und einer neuen pädagogischen Dimension

Wenn die Nacht hereinbricht, tut Zaragoza wieder das, was es am besten kann: leuchten. Vom 19. bis 22. Februar verwandelt sich die Altstadt in ein Freilichtmuseum mit der zweiten Ausgabe von Zaragoza Luce, einem Festival, das in diesem Jahr an Ambition, Dauer und Räumlichkeiten zulegt. Nachdem es 2025 278.000 Menschen angezogen hat, erweitert die Veranstaltung ihren Umfang von acht auf zwölf Standorte und fügt einen weiteren Tag hinzu.

Das Konzept ist einfach: Man geht auf die Straße und entdeckt die Stadt durch zeitgenössische Lichtkunst neu. Wenn Sie das Beste daraus machen wollen, finden Sie hier die unverzichtbare Route. Dies sind die Orte, die Sie während Zaragoza Luce besuchen müssen.

Plaza del Pilar: das Herz, das im Licht schlägt

Der natürliche Ausgangspunkt ist die Plaza del Pilar. Hier konzentriert sich ein Großteil des Festivalgeschehens und eine der partizipativsten Installationen: Impulse, vom kanadischen Studio Lateral Office in Zusammenarbeit mit CS Design. Es handelt sich um leuchtende Schaukeln, die auf Bewegung reagieren und eine Choreografie aus Licht und Ton in Echtzeit erzeugen.

Es handelt sich nicht um ein Werk, das man aus der Ferne betrachten kann, sondern um ein Stück, das durch die Anwesenheit des Publikums aktiviert wird. Das Ergebnis ist kollektiv, spontan und unterhaltsam. Wenn Zaragoza Luce Kunst und Bürger verbinden will, ist dies das beste Beispiel dafür.

Plaza de San Juan de los Panetes: Blick nach oben

Auf diesem Platz ist eines der am meisten erwarteten Werke installiert: Earthtime 1.26 der US-amerikanischen Künstlerin Janet Echelman. Ein riesiges, in der Luft schwebendes Netz, das über dem öffentlichen Raum schwebt und hypnotisch seine Farbe wechselt.

Das Werk verbindet Kunst, Wissenschaft und globale Interdependenz. Seine Größe beeindruckt, aber auch seine visuelle Leichtigkeit. Es ist ein Ort, an dem man innehalten und nach oben schauen kann, etwas, das wir in der Stadt nicht immer tun.

Plaza del Justicia: ein immersives Erlebnis

Auf der Plaza del Justicia ist Flux des französischen Kollektivs Collectif Scale zu sehen. Hier ist das Licht nicht statisch: Es bewegt sich, vibriert und steht im Dialog mit der Musik, wodurch ein immersives Erlebnis entsteht.

Dies ist einer der Orte, an denen das Festival am meisten die Sinne anspricht. Es handelt sich weniger um eine Installation zum Fotografieren als vielmehr um ein Erlebnis, das man einige Minuten lang genießen sollte.

Altstadt: Les Voyageurs

In der Altstadt der Stadt tauchen einige der Figuren von Les Voyageurs des französischen Künstlers Cédric Le Borgne auf. Leuchtende menschliche Silhouetten, die in der Luft schweben und wie mitten auf einer unsichtbaren Reise stehen geblieben zu sein scheinen, an Orten wie der Fuente de la Hispanidad, der Plaza de la Delegación de Gobierno, dem Museo Del Foro oder der Plaza de la Lonja.

Neben dem Pilar fügt sich die Fuente de la Hispanidad als weiteres Element der veränderten Landschaft in den Rundgang ein. Unter der künstlerischen Beleuchtung erhält dieses städtische Wahrzeichen eine neue Dimension. Es geht nicht nur darum, Licht zu projizieren, sondern die Wahrnehmung des Raumes zu verändern. Was man tagsüber kennt, verändert sich völlig, wenn die Nacht hereinbricht.

In der Calle del Cisne erhalten dieselben Figuren eine andere Dimension. Der begrenzte Raum verstärkt das Gefühl der Nähe und macht die Intervention intimer. Hier zeigt das Festival, dass nicht alles monumental ist: Es gibt auch Raum für Feinheit.

 

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Die Umgebung des Museo del Foro verleiht den Figuren von Le Borgne eine weitere Bedeutungsebene. Zeitgenössische Kunst und römische Überreste koexistieren in einem Rahmen. Es ist einer der Punkte, an denen der Dialog zwischen Geschichte und aktueller Schöpfung am deutlichsten wird.

Die Plaza de la Lonja bietet eine der emblematischsten Kulissen der Altstadt. Der Renaissance-Stein wird zum Träger der Lichtinstallation und zeigt, dass das Kulturerbe neu interpretiert werden kann, ohne seine Identität zu verlieren.

Dies ist ein wichtiger Halt, um zu verstehen, wie Zaragoza Luce die architektonische Umgebung durch Kunst hervorhebt.

Colegio Oficial de Arquitectos de Aragón: digitale Nostalgie

Die Fassade der Architektenkammer beherbergt Keyframes Games Stories der französischen Gruppe Groupe LAPS. Das Werk greift die Ästhetik der Arcade-Videospiele der 80er Jahre mit Licht und Ton wieder auf.

Es handelt sich um ein dynamisches, wiedererkennbares und nostalgisches Projekt, das kollektive Erinnerung und zeitgenössische digitale Kunst miteinander verbindet.

Caixabank-Gebäude: Licht mit Reflexion

Auf der Plaza de España projiziert die Fassade des CaixaBank-Gebäudes Transitar des katalanischen Künstlers Jou Serra. Das Werk befasst sich mit kollektiver Bewegung und Migration als universeller Bedingung.

Hier wird Licht zu einer konzeptuellen Sprache. Es verwandelt nicht nur den Raum, sondern regt auch zum Nachdenken an.

Patio Diocesano des Museums Alma Mater: Pause und Besinnung

Der Patio Diocesano des Museums Alma Mater bietet eine ganz besondere Atmosphäre innerhalb des Rundgangs. Er ist zurückhaltender, introspektiver und ermöglicht es, das Licht in Ruhe zu erleben.

Es ist der ideale Ort, um das Tempo zu drosseln und genauer hinzuschauen.

Plaza San Felipe: die Dimension des Stadtviertels

Die Plaza San Felipe vermittelt eine näher liegende, alltägliche Dimension. Hier steht die Installation im Dialog mit einer eher häuslichen Umgebung und zeigt, dass Lichtkunst nicht immer große Räume benötigt, um Wirkung zu erzielen.

Das Festival fügt sich in das Leben des Stadtviertels ein und unterstreicht dessen zugänglichen Charakter.

Ein Festival, das über das Spektakuläre hinausgeht

Zaragoza Luce ist nicht nur ein visuelles Ereignis. In diesem Jahr kommt eine pädagogische Dimension hinzu, an der Schüler der Kunstschule von Zaragoza zusammen mit dem Künstler Néstor Lizalde in der Kreation Interferencias beteiligt sind. Darüber hinaus gibt es Meisterklassen mit internationalen Künstlern und Führungen, die einen tieferen Einblick in die kreativen Prozesse ermöglichen.

Kultur ist hier kein ferner Luxus, sondern eine gemeinsame Erfahrung. Vier Nächte lang, zwischen 19:00 und 00:00 Uhr, verändert sich das Tempo in der Altstadt. Die Plätze werden zu Bühnen und das Publikum ist nicht mehr nur passiver Zuschauer, sondern wird Teil des Werks.

Wenn Sie Zaragoza Luce wirklich erleben möchten, besuchen Sie diese Orte. Nehmen Sie sich Zeit dafür. Kehren Sie zu den Orten zurück, die Sie am meisten beeindruckt haben. Schauen Sie nach oben. Und entdecken Sie die Stadt aus einer neuen Perspektive. Denn wenn Licht zu Kunst wird, verwandelt sich ganz Zaragoza.

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