Der amtierende Präsident von Aragón, Jorge Azcón, nutzte die Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag, um die entscheidende Rolle der Pionierinnen in der Region hervorzuheben. In einer Gedenkveranstaltung betonte Azcón das Erbe von Persönlichkeiten wie Ana María Cortés, der ersten Frau im Kabinett der Regierung von Aragón, und bekräftigte das institutionelle Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter.
Das Erbe von Ana María Cortés in der aragonesischen Politik
Während der Veranstaltung ehrte Azcón Ana María Cortés, die 1987 Barrieren durchbrach, als sie die erste Frau war, die in die Regierung von Aragón berufen wurde. Cortés, die kürzlich verstorben ist, leitete die Ministerien für Gesundheit, Sozialwesen und Arbeit und setzte damit einen Präzedenzfall für andere Frauen in politischen Führungsrollen in der Region. Ihr Werdegang wurde als inspirierendes Beispiel für zukünftige Generationen aragonesischer Frauen hervorgehoben, die danach streben, Machtpositionen einzunehmen.
Präsident Azcón betonte, wie das Erbe von Cortés den Zugang von Frauen zu verantwortungsvollen Ämtern erleichtert hat, einschließlich Präsidentinnen der Cortes, Bürgermeisterinnen und Verantwortlichen für die Justiz, und er hob die Bedeutung hervor, die Gleichstellung der Chancen im politischen Bereich weiterhin zu fördern.
Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt
Azcón sprach auch die Herausforderungen an, mit denen Frauen auf dem aragonesischen Arbeitsmarkt weiterhin konfrontiert sind. Er stellte fest, dass die Lohnlücke, die geringere Vertretung in akademischen, wissenschaftlichen und sportlichen Sektoren sowie die Gewalt gegen Frauen Fragen sind, die fortwährende Aufmerksamkeit erfordern. Im Hinblick auf die Beschäftigung hob er hervor, dass mehr als 31.000 Frauen bei den Arbeitsämtern registriert sind, was 60% der Gesamtarbeitslosen in der Region entspricht. Obwohl der Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Arbeitslosigkeit auf 11.732 Personen gesenkt wurde, der niedrigste Wert seit Februar 2016, bleibt es ein besorgniserregendes Thema.
Was die Mitgliedschaft in der Sozialversicherung betrifft, sind mehr als 291.000 Frauen registriert, was 46% der Gesamtzahl in Aragón ausmacht. Diese Zahlen spiegeln sowohl die Fortschritte als auch die offenen Herausforderungen auf dem Weg zu einer effektiven Gleichstellung im Arbeitsleben wider.
Förderung des weiblichen Unternehmertums
Präsident Azcón betonte die Notwendigkeit, die Ungleichheit im Bereich des Selbstständigen und Unternehmertums anzugehen. Derzeit sind von den 97.643 Personen, die im Selbstständigen-Regime registriert sind, nur 34.700 Frauen, was 35,5% entspricht. Azcón bezeichnete dieses Ungleichgewicht als Spiegelbild der Barrieren, mit denen Frauen konfrontiert sind, wenn sie Unternehmen gründen und konsolidieren wollen.
Die Förderung des weiblichen Unternehmertums ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch eine Schlüsselstrategie für wirtschaftliches Wachstum und Innovation in Aragón. Azcón forderte die Umsetzung von Politiken, die den Zugang von Frauen zu Ressourcen und Chancen im Unternehmensbereich erleichtern, und unterstrich, dass die Unterstützung für weibliches Unternehmertum entscheidend ist, um eine gerechtere und dynamischere Wirtschaft aufzubauen.










