Die Stiftung Pastores hat in La Borda de Pastores den ersten thematischen Escape Room zum traditionellen Hirtenwesen eröffnet. Unter dem Titel „Die letzte Bewohnerin” kombiniert diese immersive Erfahrung Unterhaltung mit Umwelt- und ländlicher Bildung, um auf eine alarmierende Realität aufmerksam zu machen: die fortschreitende Aufgabe der Schafzucht in Spanien.
Das Spiel präsentiert eine beunruhigend nahe Fiktion. In einem Dorf in den Pyrenäen ist die letzte Herde von Schafen auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Die Spieler, in Teams von zwei bis sechs Personen, müssen mit einer Schäferin zusammenarbeiten, um Rätsel zu lösen und die Herde zurückzubekommen. Dabei entdecken sie die essentielle Rolle der Schafe für das ökologische Gleichgewicht, die Biodiversität, die Brandverhütung und das Überleben der ländlichen Welt.
„Wir möchten, dass die Menschen spielend verstehen, was auf dem Spiel steht”, erklären sie von der Stiftung. Der Escape Room ist Teil des europäischen Projekts BEEP (Bioökonomie der Wälder zur Förderung der Hirtenwirtschaft in den Pyrenäen) und wurde von dem aragonischen Unternehmen Cat2Heory gestaltet, das über ein Jahr lang mit Experten aus der Branche zusammengearbeitet hat.
Die Sessions sind sonntags nachmittags verfügbar, mit der Möglichkeit, private Spiele zu anderen Zeiten zu reservieren. Die Preise liegen zwischen 16 und 25 Euro, abhängig von der Teilnehmerzahl, und es gibt die Option, ein rustikales Abendessen mit lokalen Produkten, wie dem Ternasco de Aragón IGP, hinzuzufügen.
In diesem Sommer wird La Borda de Pastores jeden Freitagabend auch „Abendliche Frische” veranstalten, ein einzigartiges touristisches Erlebnis, das Gastronomie, populäres Theater und mündliche Traditionen verbindet. Es beinhaltet eine geführte Besichtigung des Schafmuseum, ein Abendessen mit lokalen Spezialitäten und einen malerischen Spaziergang, geleitet von der herzlichen “Abuela Marieta”, die Legenden der pyrenäischen Hirten unter den Ästen einer jahrhundertealten Eiche erzählt.
Beide Aktivitäten erfordern eine vorherige Reservierung über www.labordadepastores.com und sind darauf ausgelegt, sowohl Familien als auch kulturinteressierte Reisende und Naturliebhaber anzuziehen.
In einer Ära, die von ländlicher Abwanderung und dem Klimanotstand geprägt ist, versuchen diese Initiativen, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden und daran zu erinnern, dass der Schutz der ländlichen Welt auch der Schutz unserer gemeinsamen Zukunft ist.
Institutioneller Kontext
Diese Initiative ist Teil des Projekts BEEP (Bioökonomie der Wälder zur Förderung der Hirtenwirtschaft in den Pyrenäen), das durch die Next-Generation-Fonds finanziert wird. Das Projekt zielt darauf ab, Modelle der öffentlich-privaten Zusammenarbeit zu fördern, um die Umweltleistungen der extensiven Viehzucht in den Provinzen Huesca und Lleida zu valorizieren. Zu den Teilnehmern gehören die Provinzregierung von Huesca, das IPE-CSIC und die Stiftung Pastores.
La Borda de Pastores
La Borda de Pastores ist ein Interpretationszentrum für Schafhaltung, das sich in einem rehabilitierten Gebäude im aragonesischen Pyrenäen befindet. Das Zentrum umfasst ein Landhotel, ein Speisesaal, ein Museum, landwirtschaftliche Bereiche und Räume für spielerisch-educative Aktivitäten.
Das Spiel „Die letzte Bewohnerin” und die damit verbundenen Aktivitäten zielen darauf ab, die Rolle der Schafzucht als wirtschaftlichen Motor für ländliche Gebiete zu stärken, indem ihr kultureller und ökologischer Wert durch interaktive Erfahrungen gefördert wird.










