Zaragoza bleibt stark auf der Musikszene dank des Rock & Blues, das sich im Mai als einer der aktivsten Veranstaltungsorte der Stadt etabliert: 23 Konzerte, thematische Zyklen, internationale Namen, aufstrebende Talente und vielfältige Angebote wie avantgardistischen Jazz, Southern Rock oder Flamenco mit Seele.
Das Line-up ist nicht nur umfangreich; es ist auch eine Absichtserklärung. In einem Umfeld, in dem viele Locations ihre Aktivitäten reduzieren oder auf das Bewährte setzen, wagt Rock & Blues das Risiko, mischt Genres und schafft vor allem Sichtbarkeit. Vom Zyklus Divas, der das weibliche Talent auf der Bühne sichtbar macht, bis hin zu den Sessions Jazz & Más oder dem experimentellen En Petit Comité ist die Botschaft klar: Etiketten brechen und die lokale sowie internationale Szene lebendig halten.
Von Thunderbolts zu Les Testarudes: die Schlüsselnamen
Zu den Highlights des Monats gehört das Kommen der Georgia Thunderbolts (Freitag, 9.), die echten Erben des klassischen Southern Rock sind. Sie kommen aus Rome, Georgia, mit ihrem Album Rise Above It All im Gepäck, kräftigen Riffs und einer Bühnenpräsenz, die keine Mittelwege kennt. Ein weiteres Konzert, das viel verspricht, ist das von JD McPherson (Samstag, 24.), der nach sieben Jahren ohne Album mit Nite Owls zurückkehrt, einem Retro-Schatz, der New Wave mit Vintage Rock verbindet. Die Tickets sind seit Wochen ausverkauft, was die Erwartungen klar unterstreicht.
Es fehlen auch nicht die lokalen Angebote mit Drive: Calequi und Las Panteras (Freitag, 16.) bringen tanzbare Stimmung mit ihrem Latin Funk; Yoly Saa (Samstag, 17.) bringt die galizische Poesie in intimem Format; und Les Testarudes (Freitag, 30.) werden den Zyklus Divas mit Ska, Reggae und purer weiblicher Energie abschließen.
Die Kraft des Live-Auftritts: mehr als nur Musik
Über das Line-up hinaus definiert sich Rock & Blues durch sein Engagement für Live-Erlebnisse. Es geht nicht nur darum, zuzuhören, sondern jedes Konzert zu erleben. In diesem Sinne sind Angebote wie Angela Hoodoo (Donnerstag, 1.) oder Mississippi Queen & The Wet Dogs (Freitag, 2.) perfekte Beispiele: Künstler mit eigener Botschaft, Bühnenpräsenz und einer echten Verbindung zum Publikum.
Andere Namen wie Amann & The Wayward Sons, Eddy Smith & The 507 oder das Quartett von José San Martín erweitern das Klangspektrum mit Blues, Soul, Latino-Jazz und gewagten Fusionen, die auf der Bühne ihren Platz finden.
Räume für Überraschungen und Alternativen
Besondere Erwähnung verdient der Mittwoch, der 21., mit Romboid Brut, einer Show mit modulärer Elektronik und akustischem Schlagzeug, die neue Maßstäbe setzt. Oder das Angebot von Musethica (Dienstag, 13.), wo klassische Gitarren aus Polen, Ungarn, Kroatien und Spanien eine Atmosphäre schaffen, die so raffiniert wie zugänglich ist.
Außerdem hervorzuheben ist die Noche Flamenca (Mittwoch, 14.), mit Andrea Blanco ‘La Garlochi’ an der Spitze, in einer Show, die Emotion und Kraft in jedem Zentimeter der Bühne verspricht.










